Vorerst...
„Das Herz ist in Ordnung“, sagte der Kardiologe im Vorübergehen.
Erleichtert, ausgehungert und durstig nach den vorherigen Diätempfehlungen stürzte ich mich auf meine Vorräte – nur um sie mir gleich zweimal durch den Kopf gehen zu lassen. Nach all der Aufregung war mir übel, und dann habe ich erst einmal Schlaf nachgeholt.
Die erste Diagnose Herzinsuffizienz hätte mich ganz schön ausgebremst, nun bleibt mir für all die rätselhaften Symptome nur noch die Hoffnung von Prof. Kurz vor vielen, vielen Jahren: Ich bekomme es heraus!
Nachdem ich irgendwann gestreikt habe, weiter mit der Versuchsmethode es zu klären, bin ich also genauso schlau wie vorher.
Das Leben geht weiter!
Das war also der große Knall, den ich nicht zuordnen konnte. Da wäre mir auch mehr als ein Felsbrocken vom Herzen gefallen, liebe Kelly.
AntwortenLöschenLeider können die Symptome so viele Ursachen haben. Bei mir finden sie auch nichts. Das letzte EKG war in Ordnung und in der Kardiologie, wo ich vor zwei Jahren lag, fand man auch nichts. Das hat mich einerseits beruhigt, aber wenn die Symptome wüten, bekomme ich es trotzdem mit der Angst zu tun.
Aber die habe ich auch vor den unzähligen Untersuchungen, die noch anstehen könnten. Nein, die würden mich noch kränker machen. Schon der Gedanke setzt mir zu. So lebe ich damit und versuche, mich herzfreundlich zu benehmen.
Ja, das Leben geht weiter! Alles alles Gute für Dich!!!
Liebe Grüße,
Andrea
Ihr seid so lieb, von eurer Empathie könnte sich manch ein Arzt eine Scheibe abschneiden.
LöschenIch hatte vergessen, die Kommentarfunktion zu deaktivieren und bewusst nicht auf Facebook gepostet, musste aber einfach meinen Frust loswerden.
Ganz herzlichen Dank!
Toi, toi, toi – liebe Kelly!
AntwortenLöschenIrgendwo hab ich mal den Spruch gelesen:
»Das Leben ist sehr kompliziert. Wenn man scheinbar Antworten auf seine Fragen gefunden hat , ändert das Leben ganz frech die Fragen.«
Alles Beste wünsche ich dir!
Ich hoffe weiterhin auf das Beste, schließlich gibt es nur zwei Alternativen: jung sterben oder alt werden mit den Beleidigungen des Alters (um dich zu zitieren) :).
LöschenDanke!
Liebe Kelly,
AntwortenLöschenich fürchte mein Kommentar wird dir keine große Unterstützung sein.
Neulich bei einem Arzttermin saß neben mir eine übergewichtige Frau, vielleicht 75 Jahre, mit der nämlichen Krankheit wie ich. Sie jammerte: "Rauchen darf ich nichts mehr, trinken (Alkohol) soll ich nicht, essen darf ich auch fast nichts mehr - das ist ja kein Leben!"
Selber habe ich mich mein ganzes Leben lang bemüht, gesund zu leben: gesunde Ernährung möglichst ohne Übergewicht, regelmäßige Bewegung und ausreichend Schlaf, kein Rauchen, wenig Alkohol. Also, mir geht nichts Wesentliches ab.
Damit habe ich wohl das meiste abgedeckt und mich halbwegs fit gehalten. Was ich von dir lese, lebst du sehr ähnlich - also was soll sein??
Wenn trotzdem Symptome kommen, wird halt ein oder zwei Tage zurückgeschaltet, das darf ja sein. Und den Rest des Lebens können wir genießen!
Ich freu mich mit dir, dass Entwarnung gegeben wurde!
Lieben Gruß!
Wie wichtig mir der Blog ist, wurde mir mal wieder sehr deutlich. Eure Herzlichkeit ist umwerfend und ein großer Trost. Die gesundheitlichen Attacken kenne ich schon lange, doch zum ersten Mal war ich wirklich verunsichert. Wenn all die vermuteten Diagnosen stimmen würden, dürfte ich eigentlich nicht mehr leben – und dann höre ich nach dem Blutopfer immer: Sie haben hervorragende Werte!
Löschen...und nochmals ganz herzlichen Dank und auf geht es ins weitere Leben!
Deinen Frust kann ich gut nachempfinden. Meiner Erfahrung nach lassen einen die Ärzte im Regen stehen wenn sie für ihr Fachgebiet keine Besonderheiten feststellen konnten. Sie sehen immer nur auf die Stelle die ihre Geräte beleuchtet haben - nie auf den ganzen Menschen dahinter. Und man bemüht sich von einem Beleuchter zum anderen und wird keinen Deut schlauer.
AntwortenLöschenSich mutig weiter durchschlagen. Maß halten und dabei die Freude nicht verlieren. Halt die Ohren steif.
LG Christiane
Von einem Beleuchter zum nächsten...
LöschenWann rutscht es mir heraus? Als Patientin finanziere ich wohl einige EKG-Geräte mit. Reinste Fließbanddiagnostik, den Fragenkatalog kenne ich inzwischen auswendig. Mir fehlt nichts – ich bin kerngesund!
Von Pöbeleien in Praxen hatte ich bisher nur gehört, inzwischen kann ich es nachvollziehen. Meine Allergie auf Ärzte verstärkt sich leider.
Erst nachdem ich mithilfe eines eigenes Blutdruckmessgeräts und lückenloser Dokumentation nachweisen konnte, dass mein Blutdruck normal ist und ich keine Medikamente brauche, bekam ich ein zögerliches Okay!
Bis die mit den weißen Schuhen und der Hab-mich-lieb-Jacke kommen, halte ich durch ;)!
Lieben Gruß!
Du schreibst mir aus der Seele, liebe Kelly. Ich war letzte Woche wieder in der Uniklinik zur Kontrolle. Es geht mir ausgezeichnet, keine Metastase in Sicht. Ich denke, ich habe alles überstanden und kann genüsslich weiterleben. Was sagt der Arzt: Wenn wir in 5 Jahren nichts mehr finden, dann haben sie keinen Krebs. Aufbauend war das nicht. Ich habe weitere aufwändige Untersuchungen abgelehnt. Bei mir wird das Gefühl immer größer, dass die Kliniken Geld brauchen und ich zahlen soll. Die Rechnungen werden immer höher, die Termine für MRT und was noch alles immer dichter. Ich habe mich aus dem System ausgeklingt.
AntwortenLöschenLiebe Grüße Anette
Aufgrund meines Alters fällt mir ein deutlicher Unterschied in der ärztlichen Versorgung auf. Liegt es am System oder an der Ausbildung? Bei der Frage nach Allergien ist mir tatsächlich *auf Ärzte* herausgerutscht, und ein Hausarzt meinte daraufhin zu Recht, basierend auf meinen Erfahrungen. Ausgenommen sind die zwei, drei fantastischen Ärzte, die ich kennenlernen durfte.
LöschenAlles Liebe und Gute für dich, liebe Anette!