Ein Wochenende der Spaßgesellschaft – und momentan frage ich mich, wie ich das einordnen soll.
Im Fischereihafen war das Fernsehen live vor Ort mit „Fernsehgarten on Tour“, in Bremen wurde der Tag der Deutschen Einheit gefeiert, in Stotel gab es ein Oktoberfest und hier in der Stadthalle die Begegnung der Eishockey-Pinguins gegen die Frankfurter Löwen.
Überall Freude pur. Das allgemeine Bild vom Jetztzustand, das uns sonst vermittelt wird, war doch eigentlich miserabel, oder?
Wer die Woche über hart arbeitet, kann und darf natürlich bei einer Veranstaltung seiner Wahl feiern – warum auch nicht!
Für mich waren der Geburtstag meiner Enkel und die Einladung am nächsten Tag zum Eishockey bereits etwas sehr Besonderes und zugleich auch anstrengend, was sicher am Alter liegt. ;)
Dazu kamen sehr, sehr viele Eindrücke aus der Berichterstattung im Fernsehen. Nun überlege ich aus der Sicht einer anderen Generation, was uns guttut und was uns vielleicht sogar schadet.
Das Bild von einer gespaltenen Gesellschaft drängt sich mir jedenfalls nicht auf. Nicht zuletzt durch die zufälligen Begegnungen an diesem Wochenende mit aufgeschlossenen Mitbürgern und einer engagierten Politikerin.
Vielleicht ist die Wirklichkeit manchmal doch vielfältiger, als sie uns in den Nachrichten erscheint.
Es war echt was los das Wochenende. Ich hätte in Bremen gern auf den Osterdeich geblickt, wo sich die einzelnen Bundesländer zur Feier der Wiedervereinigung an Ständen präsentiert haben. Die Drohgebärden linker Gruppierungen im Vorfeld, die vielen gesperrten Straßen, ein gewaltiges Polizeiaufgebot, diese allgemeine "Unwohlandrohung" der Medien hat den Besuch verhindert.
AntwortenLöschenDiese „Überfürsorglichkeit“ der Medien ist wohl auch das, was uns die Stimmung vermiest. So richtig neutral empfinde ich die Berichterstattung in den gängigen Medien nicht. Harmloses wird aufgebauscht bis zum Politikum. Es lässt sich mit Worten Meinung und Stimmung recht gut manipulieren.
Trotzdem haben viele Leute das schöne Wetter für einen Besuch bei einem Event genutzt. Auch das Oktoberfest war wohl dieses Jahr mehr als gut besucht. So weit brauchen wir nicht fahren, wir haben ja noch den Freimarkt.
LG Christiane
Überall gute Rückmeldungen: Der Fischereihafen wurde als unsere „gute Stube“ bezeichnet, Bremen ein Erfolg und das Oktoberfest in Stotel ist seit vielen Jahren ein Dauerbrenner.
LöschenDie Fischtown Pinguins haben ihr Heimspiel gewonnen, und ganz nebenbei erfuhr ich, dass mein Sohn Fan der ersten Stunde ist.
Mich konnte das Spiel allerdings nicht so recht überzeugen – trotz Videoleinwand blieb der Puck für mich fast immer unsichtbar. ;) Da fehlte mir wohl doch etwas der Durchblick!
Liebe Grüße!
Aus Erzählungen meiner Mutter weiß ich das sie auch verdammt schlimme Zeiten erlebt haben.Trotzdem wurde auch noch gelacht und gefeiert, oder gleichmal eine Kaffeetafel vor dem Haus aufgebaut. Gut, jetzt sieht das Feiern oft spektakulärer aus, aber es ist schon richtig.In andren europäischen Ländern feiert man ausgelassener.Wir sind da wohl doch ein bissel muffliger.
AntwortenLöschenGestern habe ich mich wieder über die Nachrichten der „Öffentlichen“ aufgeregt. Leipzig, der Flughafen und die Drohnen - es nimmt kein Ende. Nichts ist erwiesen. Es gibt Vermutungen und das ist schon alles. Aber wieder war von einem Drohnenangriff auf Leipzig die Rede. Also, immer noch eine Schaufel drauf. Nee, so einen Weltruhm wünsche ich mir für meine Stadt nicht.
Du Glückliche, du konntest den Geburtstag deiner Enkel feiern. Mein Enkel hat am Freitag Geburtstag, aber ans andere Ende der Welt komme ich gerade gar nicht hin.
Herzliche Grüße an dich.
Eine der Selbstverständlichkeiten unserer heutigen Zeit ist der Geschirrspüler. Die beste Zeit, ihn auszuräumen, ist für mich übrigens dann, wenn das ehemalige Pflichtprogramm im Fernsehen läuft – während der Nachrichten. ;)
LöschenJa – gefeiert wurde das Leben schon immer, besonders dann, wenn es gefährdet war. Die Erzählungen aus den letzten Kriegstagen sind dafür ein eindrückliches Beispiel.
Eigentlich sollte uns doch irgendwann bewusst werden, dass wir in einem Land der unbegrenzten Möglichkeiten leben, in dem wir allen Grund haben, fröhlich und zufrieden zu sein.
In meinem ganzen Leben habe ich noch nie die Zeitung mit den vier Buchstaben gelesen. Vielleicht empfinde ich mich deshalb als Sonnenkind. ;) Trotzdem versuche ich, nah am Geschehen zu bleiben. Biertischparolen und ständig wiedergekäute Meinungen verabscheue ich – lieber versuche ich, den Ursachen auf den Grund zu gehen. In der heutigen Zeit ist das dank der vielen Informationsmöglichkeiten schließlich kein Problem mehr.
Der Austausch mit der Jugend kann dabei eine große Hilfe sein – auch über Grenzen, Ozeane, Ideologien und Religionen hinweg. Zuhören, nachfragen und die eigene Sicht gelegentlich hinterfragen, das hält schließlich auch selbst jung.
Liebe Grüße!
Es freut mich, dass du so eine schöne Zeit hast, liebe Kelly. Mein Wochenende war auch schön, aber eben ruhiger. Viel Familie - viel Natur! Aber übermorgen soll uns der Herbst erstmal seine kalte Schulter zeigen. Ich hoffe nur, er übertreibt es nicht.
AntwortenLöschenEin lieber Abendgruß zu dir,
Andrea
Moin liebe Andrea,
Löschendie Realität von drei Generationen hat mich aus meinem bequemen Dornröschenschlaf etwas unsanft geweckt. Nah am Leben mit all seinen Möglichkeiten bin ich als Insulanerin auf meiner Insel der Seligen vielleicht doch zu selten.
Meinen Alltag gestalte ich wie das letzte Strickmuster: ruhig und vertraut, aber auch mal eine Masche fallen lassen – also Ruhetage zum Reflektieren einlegen.
Auf gewohnten Bahnen ist heute der Wochenmarkttag, und danach kann kommen, was will. :)
Herzlichst
Kelly