Es fällt mir schwer, mich von Dingen zu trennen. Es sind zwar nur tote Sachen, doch all die Erinnerungen, die daran hängen, machen sie wertvoll.
Der Briefwechsel mit der Partnerkirchengemeinde - damals vor der Wende und danach - oder Grüße von zufälligen Bekanntschaften sind nun bereit für die Fabrik, die die Wolken macht. So nannte ein Nachbarskind die Müllverbrennungsanlage.
Dazu kommen Erinnerungen aus dem Urlaub, Eintrittskarten besonderer Ereignisse, alte Stadtpläne und Wanderkarten - alles inzwischen überholt...
Auszeichnungen, Zeugnisse, Betriebsanleitungen und Verträge, auch das kann alles weg.
Ganz schnell bevor ich es mir überlege :).

Ja, liebe Kelly, das ist immer eine schwere Entscheidung. Mir gehts auch so, kann mich nicht entscheiden.
AntwortenLöschenDa ich schon jahrzehntelang Tagebuch schreibe, kommen da auch viele "Erinnerungsstücke" rein. Somit wird die Sammlung immer größer und selten kleiner.
Liebe Grüße
Traudi
Da gibt es Zeichnungen von den Kindern, Enkeln und Neffen – schöne Erinnerungen, die natürlich bleiben dürfen. Ansonsten bevorzuge ich inzwischen die elektronische Datenbank.
LöschenHandwerkliche Vorhaben ohne große Erwartungen habe ich aufgegeben. Hoffentlich kommt nicht noch ein neues Hobby dazu – ich habe einfach zu viele Interessen, die mich bereits ausreichend beschäftigen.
Langeweile wird bei mir jedenfalls nie aufkommen.
Vermutlich ist das bei dir ähnlich.
LGKelly
Mir geht es auch so, liebe Kelly, auch ich kann mich einfach nicht von Dingen trennen, mit denen ich etwas Gutes verbinde, vor allem natürlich schöne Erinnerungen. Ich hab sogar die Kleidung meines Mannes erst nach sieben Jahren entsorgt. Das glaubt kein Mensch, aber es war so. Ich wollte und konnte den Schrank vorher einfach nicht öffnen.
AntwortenLöschenMein kleines Häuschen ist voller liebevoller Erinnerungen und so lange sie hier ihren Platz haben, werde ich mich auch nicht von ihnen trennen. Sollte je der unvermeidliche Zeitpunkt kommen, dann ist es immer noch früh genug. Die Emotionen haben mein Leben geprägt. Als Hochsensible waren sie mir wichtiger als alles materielle. Vielleicht kannst du mich verstehen.
Aber ich sollte vielleicht auch mal prüfen, was noch diesen emotionalen Wert hat und was nicht, und Letzteres auch mal wieder zur Wolkenfabrik bringen.
Ein lieber Gruß zu dir,
Andrea
LöschenAch ja – die Wolkenfabrik. 😉
Da nehme ich ein Stück in die Hand, und die Gedanken machen lange Spaziergänge. Da war die Tanzmaus. Auf den Fahrten zum Studio kamen wir immer an der Müllverbrennung vorbei, und ein kleiner Bruder fand dafür die wunderbare Bezeichnung „Wolkenfabrik“.
Ja, es sind die Emotionen, die an jedem einzelnen Stück hängen und verhindern, endlich zu entsorgen. Oft ist da auch der Gedanke, mit diesem endgültigen Abschied die Gefühle oder die Würde eines Menschen zu verletzen.
Einfach ist es nicht ...
LG Kelly
Jessas, da geht es mir ganz genau so, liebe Kelly. Einige Male schon habe ich meine Schätze durchgesehen, und nie ist wirklich viel ausgemustert worden. In diesen Aufräumbüchern wird das immer so leicht und locker beschrieben, "das kann weg", aber die Realität sieht leider anders aus.
AntwortenLöschenAllerdings sehe ich gerade auch die Kehrseite, weil Mutter und ich nämlich die Schätze meines Vaters ausmisten mussten. Da finden sich Laden und Fächer voller Dinge, die für einen Außenstehenden keinen Wert haben. Die Erinnerung dazu hat tatsächlich nur der Besitzer.
Meine Oma wieder hat im hohen Alter noch selbst alle ihre Dinge durchgesehen und rigoros ausgemistet. "Damit soll sich nach meinem Tod keiner herumquälen müssen" war ihre Devise.
Liebe nachdenkliche Grüße!
Die Vorstellung, dass etwas irgendwann noch einmal Verwendung finden könnte, habe ich bei meinen diversen Umzügen aufgegeben.
LöschenEs sind nur noch Dinge mit emotionalem Wert oder behördlicher Wichtigkeit. Na ja, und Geschenke ohne wirkliche Verwendung, Glückwunschkarten aus den letzten Jahren und all die Dekosachen aus einem langen Leben.
Früher habe ich immer über „Staubfänger“ gelästert …
Jetzt plage ich mich selbst damit herum. 😊
LG Kelly
Mich überkommt es phasenweise. Rigorose Trennung oder zögerliches Anhaften , manchmal sogar unnötige Neukäufe. Der Wunsch Ballast loszuwerden ist immer präsent. Bei Dingen die bestimmte Erinnerungen wecken, ist es immer schwer los zu lassen. Man muss sich einen Ruck geben. Aus den Augen, aus dem Sinn. Wenn's so einfach wäre :-)
AntwortenLöschenLG Christiane
Wer ohne Zögern und ohne Herzblut alles sofort vernichten kann – ist der oder die zu beneiden?
LöschenMitunter denke ich das schon, wenn ich mein Chaos betrachte ...
Flohmärkte und Trödelscheunen sind voll mit all den Dingen, die einmal augenblicklich unverzichtbar waren. 🙂 Vorsichtshalber besuche ich solche Veranstaltungen schon lange nicht mehr.
Was mache ich zum Beispiel mit dem alten Kirchengesangbuch mit Goldschnitt, das meine Oma mir zur Konfirmation geschenkt hat? Seitdem habe ich es nie wieder gebraucht ...
Ob die Nachkommen sich irgendwann einmal dafür interessieren werden – und es dann überhaupt noch lesen können?
Einfach ist es nicht!
LG Kelly
Liebe Kelly, sei herzlich gegrüßt.
AntwortenLöschenJa, solche Aufräumaktion wollte ich auch mal starten. Bei mir ging es um Elektronik von Männes Hobby. Die beiden Jungs haben einfach keine Lust, die Schrankfächer zu durchschauen und auszusortieren. Sie meinen, ich habe doch keinen Platzmangel, keine Unordnung, also stoße ich mich nicht oder stolpere.
Meine Papiere habe ich alle übersichtlich geordnet. Da gucke ich alle 5 Jahre durch. Papierfotos, die im Schuhkarton schon einige Jahre überlebten, hatte ich vor zwei Jahren in Fotoalben geklebt, denn da kommen ja keine mehr dazu.
Na dann, viel Spaß, alles Gute, bleib gesund und munter, tschüssi Brigitte.
Hab herzlichen Dank für all die guten Wünsche!
LöschenDie Durchsicht der Ordner alle fünf Jahre – und ebenso vorbildlich die meines Postfachs auf dem Rechner – ist nahezu das Gleiche.
Elektronik ist bei mir kaum vorhanden. Doch langsam kann ich mich von Dübeln, Schrauben etc. trennen. Die Wände sind voll, und falls doch einmal etwas zu machen ist, bringt der Handwerker ohnehin sein eigenes Werkzeug mit.
Da fällt mir gleich ein guter Verwendungszweck für den Akkuschrauber ein: Ein Enkel will umziehen ...
Hoffentlich ist der Schrauber funktionstüchtig und noch nicht völlig überholt.
Es gibt eben viel zu bedenken. 🙂
LG Kelly