31.08.26

Erinnerungen...


Den Erinnerungen an die ersten Äpfel des Jahres konnte ich auf dem Wochenmarkt in Geestemünde nachgeben.

Augustäpfel und Gravensteiner – diese Früchte, bei denen beim Anbeißen der Saft am Kinn herunterläuft: einfach köstlich! 


Abschreckend liegen noch Lageräpfel in der Schale. ;)


Leicht fiel die Erinnerung an das leckere Frühstück bei Ola Marcia – dank der dort gekauften Kürbismarmelade.

Kürbis ist sonst nicht unbedingt mein Gemüse, aber auf portugiesische Art zubereitet: sehr fein! :)




Am Sonnabend waren noch ausgiebige Wanderungen möglich, kleine Deichrunde und zusätzlich der Park in Speckenbüttel.








Der Sonntag war verregnet – aber dafür gab es emotionale Erinnerungen an eines meiner Kurzzeit-Vize-Kinder.

Da gab es plötzlich ein kleines weibliches Wesen in unserer ansonsten so maskulinen Familie. Auf Autofahrten wurde gesungen, eine ganz andere Art von Freizeit zog bei uns ein, und unsere Tage waren voller Lachen und Fröhlichkeit.

Dabei entdeckte ich mich selbst noch einmal als Kind – mit meinen eigenen Bedürfnissen. In der Nachkriegszeit wurde so manches gedeckelt: all das, was ein Mädchen nicht macht und nicht darf, Erwartungen erfüllen, angepasst sein und funktionieren …

Und dann plötzlich dieser Inbegriff von Lebendigkeit und Fröhlichkeit in unserem Haus. 

Ich schließe mit den Worten eines befreundeten Pastors, die er einst an mich richtete und die ich nun an Dörte weitergeben möchte:

„Der liebe Gott möge dir deine Spontaneität erhalten!“

6 Kommentare:

  1. Wunderschöne, hervorragende Äpfel! Ich mache oft Kürbis-Apfel-Marmelade mit Orangen, Zitronen und Honig. Ausgezeichnet!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Frisches Obst ist einfach unvergleichlich!

      Erstaunt war ich über die Marmelade. Gemischt habe ich auch vieles, besonders gut war Stachelbeere mit Banane. Experimente mit Kürbis habe ich allerdings nie versucht – da wurde wirklich etwas versäumt.

      Glücklicherweise habe ich sie bei einem Frühstück probiert und fand sie richtig lecker. Also fragte ich natürlich nach ...

      Löschen
  2. Sparköchin01.09.26, 18:18

    Liebe Kelly, nach Äpfeln lustet es mich derzeit noch gar nicht, weil unser eigenes Herbst-Obstgerade so vielfältig daherkommt.

    Was Kurzzeit-Kinder und Spontanität betrifft, muss ich dir absolut recht geben. So ein kleines Wesen verändert von jetzt auf gleich unsere Welt. Es kann so anstrengend sein - aber es bringt so viel Erstaunen und neue Lebensfreude für uns.

    So schöne Erinnerungen.
    Lieben Gruß!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wunderbare Erinnerungen. Ich war so gerührt von ihrem Post bei Facebook, dass er mich nachhaltig durcheinandergebracht hat.

      Erkenntnisse nach über 70 Jahren. ;)

      Ob sie vielleicht auch gern mit mir gekocht hätte? Die Einladung geht raus – und viele Fragen sind noch offen ...

      Löschen
  3. Ich bin mir nicht sicher, ob mein Kommentar losgeschickt wurde. Es stockte so eigenartig. Nochmal - wenn doppelt einfach nicht freischalten :-)
    Augustäpfel, so lecker. Allein bei dem Gedanken daran läuft mir das Wasser im Munde zusammen. Leider sieht man sie so selten. Kürbismarmelade kann ich mir in Verbindung mit anderen Früchten gut vorstellen.
    Spontanität erhalten, dem Leben Freude entgegenbringen. Selbiges hat man auch in meiner Erinnerung oft im Keim erstickt.
    LG Christiane

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Nur auf einem guten Wochenmarkt mit Erzeugnissen aus der Region scheint es noch möglich zu sein, wirklich frische Äpfel zu bekommen. Die Lager sind zwar noch voll – immerhin vom letzten Jahr –, aber eben vor allem mit den gängigen Sorten.

      Meine eigene Rückschau auf die Kindheit in den 50er-Jahren war schon erschreckend. Garantiert galt auch ich als schwierig. Im Nachhinein erklärt sich dadurch vielleicht auch meine aggressive Haltung dem Psychologen gegenüber. Ich hatte überhaupt kein Verständnis dafür, warum ein Kind vorgeladen wurde, bis man mir erklärte: Nur über diesen Umweg kommen wir an die Eltern.

      Die Erkenntnis, dass man aus solchen Erfahrungen im Nachhinein auch Stärke gewinnen und vielleicht sogar einer anderen Seele damit helfen kann, hat mich – trotz meiner eigenen, ganz anderen Fehler in Erziehungsfragen – darin bestärkt, offen mit diesem Thema umzugehen.

      Psychologie ist in unserer Familie immer wieder ein Gesprächsthema – offen und ehrlich. Ein Enkel hat es nun sogar studiert und kann dieses Wissen hoffentlich zum Wohle aller einsetzen.
      Lieben Gruß!

      Löschen