30.07.17

Ferienende...

Die Ferien sind vorbei, nach dem verregneten Juni- und Julitagen wird manch Erziehungsberechtigter in Niedersachsen aufatmen, die Kids haben wieder ihren geregelten Schulalltag.

Inzwischen bin ich am Thema Schule nicht mehr so dicht dran, die Großen sind fast fertig oder bereits im Studium und die kleinen Enkelkinder sind noch im Spielkreis oder Kindergarten.

Zufällig fiel mein Blick gestern auf ein Plakat hier am Gymnasium und erstaunt las ich:
>>>Die Schule ohne Klassenfahrt!
Da scheint es Differenzen zwischen Schülern und Lehrern zu geben, auch wenn das Problem bereits seit ein paar Jahren besteht scheint jetzt Unmut aufzukommen.
Es ist freigestellt wie es in verschiedenen Schulen von einzelnen Lehrern gehandhabt wird - wenn ich es richtig verstanden habe.
Ersatzweise könnten Tagesausflüge die Klassengemeinschaft im gleichen Maße *stärken*.

Hm...
Ob und wie nützlich, wunderbar und positiv für eine Klasse so eine Fahrt sein kann bleibt für mich offen, es war ein  besonderes Ereignis im Schuljahr.
Nun frag ich mich und euch - wie seht ihr es?

Die Jugendherberge am Deister bleibt mir in guter Erinnerung, mit der langen Wanderung und den Programmen am Abend, gemeinsam mit einer anderen Klasse.
Ich vermeine noch immer die Affenbande zu hören, speziell das Solo von Bernhard mit der tiefen Stimme:
Der Affenopa kriegt ne Wut
die Wut ist groß, man sieht es gut
die ganze Affenbande brüllt:
wo ist die Kokosnuß…








Kommentare:

  1. Moin liebe Kelly,
    ich finde es sehr schade, daß Klassenfahrten so gut wie abgeschafft werden. Erst durch das längere Zusammensein und gemeinsames Übernachten wird die Gemeinschaft gestärkt und alle lernen sich näher kennen :-). Mein Abschlussklassen fahrt ging in die damalige Tscheoslowakei. Da war ich mit Turnschuhen im Riesengebirge und es lag auch noch Schnee. Später dann in Prag in einer Jugendherberge. Eigentlich wollten wir da gleich hin, aber da der 1. Mai war, waren wir unerwünscht und mussten eben im Riesengebirge erstmal bleiben.
    LG Helga

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    1. Moin Helga,
      es hört sich schon nach einem Abenteuer an und Prag war bestimmt ein Erlebnis oder wurde es mehr Geschichtsunterricht.
      Klassenfahrt oder Studienreise, Abenteuer oder Langeweile mit Zickerei - alles ist möglich.
      Hab eine erträgliche Zeit, die Wetterkapriolen müssen nicht so schlimm ausfallen, die Wetterfrösche warnen vorsichtshalber...
      LG Kelly

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  2. Hallo liebe Kelly,
    ich habe unsere Klassenfahrten in sehr schöner Erinnerung. Aber wir waren eh eine ganz besondere Gemeinschaft und treffen uns immer noch regelmäßig. Mit den besten Freudinnen davon jeden Monat, mit der gesamten Klasse am Anfang jedes Jahr, dann im Zweijahresrhythmus und mittlerweile alle fünf Jahre und ich staune wie viele extra dafür von weit weg anreisen. Und wenn wir zusammen sind, stellt sich gleich die alte Vertrautheit ein. Es ist wie früher. Da gibt es auch keine Angeberei wer was erreicht hat, so wie ich es von anderen Treffen schon gehört habe.
    Aber ich glaube gern das solche Fahrten für die Aufsichtspersonen oft nicht einfach sind. Wir hatten noch Respekt vor den Lehrern. Das fehlt heute leider oft. Das höre ich immer wieder von Freunden, die in dieser Sparte tägig sind. Viele Schüler halten sich auch nicht an Absprachen oder Regeln. Da würde ich es mir als Lehrer wahrscheinlich auch überlegen, warum ich mir den Stress mit einer mehrtägigen Fahrt dann antun soll.

    ♥ ♡ ♥ ♡ ♥ ♡ ♥
    Herzlich grüßt
    Uschi

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    1. Das liest sich richtig gut!
      Moin Uschi,
      Von der Feuerzangenbowle bis "Fack ju Göhte" ist alles drin, die Erwartung auf etwas Besonderes, vor allem dachte ich immer es diente der Selbstständigkeit.
      Die Verantwortung ist zugegeben groß und leider geht es in der Auseinandersetzung um Stunden und Geld.
      Eine Nacht mit einem heimwehkranken Kind hab ich auch in Erinnerung, da hilft nichts.
      Gute und nervige Erinnerungen, heute würde ich vorher eine Nachtwanderung mit Taschenlampe planen ;).
      Es kann sehr interessant sein die jungen Menschenkinder ein Stück ins Leben zu begleiten.
      LG Kelly

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  3. Liebe Kelly –
    ein zweischneidiges Schwert das Thema Klassenfahrt.
    Ist ja meistens eine Woche am Stück und nicht leicht
    für die Verantwortlichen.
    Ein Freundin von mir ist noch Lehrerin (geht in drei Jahren
    in Pension) und da kriege ich mit was bei der so los ist.
    Wenn du eine nette Klasse hast, machst du mit denen auch
    gerne eine Woche Urlaub.
    Ich hatte gesamt zwei Klassenfahrten. Eine war total
    daneben und eine wirklich Klasse.
    Alles sehr lange her. :-)

    Herzliche Grüsse,
    G.

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    1. So ist es, eine gute Planung, ein feines Ziel und Lieblingslehrerin - dann läuft es.
      Ein Enkel freute sich auf Schottland, die Highlands, Helden und die Landschaft sind als Ziel bereits motivierend. Eine im Zug mitreisende Schulklasse fuhr zum *Schloss Dankern*, sie erzählten uns von ihren Möglichkeiten dort, die Disco war Hauptthema ;).
      Ich würde allen Schulkindern die Möglichkeit einer Klassenfahrt wünschen, beziehungsweise *die Flotte* für Konfirmanden auf einem Plattbodenschiff in Holland und dazu Sonne :).
      Liebe Grüße und einen guten Start in die neue Woche.
      Kelly

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  4. Ich erinnere mich noch an unsere Klassenfahrt in der damaligen 9. Klasse: zwei Tage an den Bodensee wurden geplant und durchgeführt. Leider hatte ich nicht viel davon, denn ich wurde von einem Grippevirus geplagt. Und heute? Da führen die Klassenfahrten schon mal nach Wien oder sonst wo hin. Je nach finanziellen Backround der Erziehungsberechtigten. In der Champagne geht es dann mit den Schülern schon nach Neuseeland, das ist dort kein Problem die Winzer gehören sicher nicht zu den Einkommensschwachen Berufsständen..
    Salut
    Helmut
    P.S. Ich finde man sollte nicht übertreiben mit den Klassenfahrten. Es gibt sicher auch Familien die sich das nicht leisten können.

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    1. Moin Helmut,
      oh - die Finanzierung, da hab ich eine Planung gesprengt als ich gegen einen Besuch in den USA votierte, die Kinder waren in der Orientierungsstufe (also 6. Klasse damals) und ich fragte nach dem Sinn und Unsinn und den Kosten.
      Die Geldfrage wird von den Eltern verschämt in der Öffentlichkeit nicht angesprochen, da hab ich keine Hemmungen.
      Eine Klassenfahrt sollte sich im Rahmen der allgemeinen Möglichkeiten bewegen, das *Taschengeld* abgesprochen und verbindlich sein. Für elitäre Schüler gibt es grad am Bodensee die Privatschule mit der *Bildung* von Seilschaften ;).
      Es gibt/gab ? für den angesprochen Nachsatz einen Hilfsfond bei den Schulen oder Trägern.
      LG Kelly

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  5. Klassenfahrten waren immer schön. Ob Tagesausflug oder mal paar Tage etwas weiter weg von daheim. Doch oftmals werden die Fahrten heut übertrieben, es geht ins Ausland oder es wird sogar geflogen. Das kann nicht jeder finanziell, doch soll man sein Kind ausschließen? Solche Fahrten sollte es auch weiterhin geben, aber sie müssen im Rahmen bleiben.
    Liebe Grüße von Kerstin.

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    1. Liebe Kerstin,
      Traumreisen gibt es im Fernsehen, Klassenfahrten sind vom Anspruch etwas anderes.
      Unvergesslich war das erste Essen in der Jugendherberge, ungeschickt war damals vom Lehrer nach dem Wunschessen gefragt worden, den Spinat den es dann am 1. Tag gab haben nur der Lehrer und ich gegessen, dabei muss ich sagen: Dorfschule und vor 50 Jahren, da gab es den mit dem Blubb noch nicht und war den meisten unbekannt.
      Dafür hat dann eine aus dem Gemeinschaftsschlafzimmer Kekse aus meinem Koffer geklaut.
      Vielleicht waren meine Probleme damals kleiner als das Thema heutzutage!?
      Hab eine gute Woche!
      Herzliche Grüße von der Kelly

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  6. Guten Morgen, liebe Kelly,

    hmmm ... das mit der Mehrarbeit ohne Ausgleich ist natürlich schon ärgerlich für die Lehrer. Und da wird dann ein "Druck" gerade weitergegeben - die Schüler müssen drunter leiden. Das auslösende Problem sitzt also "oberhalb der Lehrer", wenn ich das richtig verstehe ..

    Klassenfahrten machen bestimmt Sinn, wobei ich mich den anderen anschließen möchte, zu weit und zu teuer ist vielleicht nicht für alle Familien finanziell machbar.

    Bei uns waren es Fahrten innerhalb Deutschlands, im "räumlichen Rahmen". Und die Erfahrungen waren auf jeden Fall toll, aufregend mit den vielen Eindrücken - und sicher auch pädagogisch hilfreich. Es wäre schade, wenn es solche Fahrten dann für die Schüler gar nicht mehr gäbe.

    Ach ja .. Manchmal wünsche ich mir die "kleinen" Probleme von früher zurück ;-)

    Ganz liebe Grüße zu dir ..hab einen schönen Wochenbeginn, liebe Kelly,

    Birgit

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    1. Moin Birgit,
      der ganz normale Wahnsinn des Alltags hat mich in den Fängen. Die Urlaubsplanung steht an, das Handy meldet: nicht registriert und der AB meldet: ihr Termin zur Prophylaxe wäre gewesen...
      Dem Kultusministerium wünsche ich Erleuchtung und eine Regelung zum Besten!
      LG Kelly

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  7. Hallöchen liebe Kelly,
    wie schön oder weniger schön die Klassenfahrten ausfallen, kommt meiner Meinung nach hauptsächlich darauf an wie die jeweiligen Klassen moralisch zusammengestzt sind.
    Ernst Ferstl,*1955, österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker sagt es aus eigener Erfahrung:
    "Das Hauptproblem unserer Zeit ist nicht der rasante Fortschritt des Wissens, sondern das Zurückbleiben der Herzensbildung."
    GLG
    Gerda

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    1. Liebe Gerda,
      *Herzensbildung* lese ich und bin berührt, genau so denke ich auch. Was nützet es uns wenn wir die ganze Welt gewinnen - usw.!
      Ganz herzliche Grüße zurück!

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  8. Liebe Kelly, sei herzlich gegrüßt.
    Meine Schulzeit war 1952 bis 1962 und da gab es keine jährl. Klassenfahrten, sondern nur die vierteljährlichen Tagesausflüge von der Schule aller Klassen. Wir Schüler konnten uns mit der Klassenlehrerin bzw -Lehrer über das Wohin absprechen. Es ging immer in die Natur, in den Wald. Im Winter Rodeln.
    Die einzige Klassenfahrt war in der 8. Kl., zur Jugendweihe. Da gings mit dem Bus nach Stralsund, dann mit dem Schiff nach Trelleborg und dort durften wir aber nicht runter von der Fähre und dann wieder zurück. Von Saßnitz nach Rostock und eine Übernachtung in der Jugendherberge und dann nach Berlin. Das war damals ein ganz großes Erlebnis für uns Schüler.
    Meine Schulkameraden hatten fast alle Eltern, wo das Geld sehr knapp war. Die Hälfte der Schüler hatten nur ein Elternteil.
    Für die Klassenfahrt mußte von den Eltern ein Beitrag von 15 Mark zu bezahlt werden, aber das ging und kein Schüler mußte zu Hause bleiben.
    Bei Wandertagen gab es eben auch Schüler, die kein Geld für ne Bockwurst mit hatten oder ein paar Stullen, da halfen dann immer die anderen aus. Wir waren eine tolle Klassengemeinschaft. Gingen alle von der 1. bis zur 10. Klasse, keiner blieb sitzen. Nach 25 Jahren Schulzeitende, deshalb auch alle 2 Jahre Klassentreffen und es kommen alle gern.
    Alles Gute, tschüssi Brigitte.

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    1. Moin Brigitte,
      lieb von dir deine *Erfahrungen* hier mit uns zu teilen. Die vergangenen Zeiten - unseren Zeiten - kann sich heute kaum jemand vorstellen, Wandertag ist fast eine Drohung ;).
      Im vorliegenden Fall geht es gewiss auch nur um die Abschlussfahrt am Ende einer Schulzeit für ein paar Tage, inzwischen ist die Feier und Kleidung fast wichtiger.
      Äusserlichkeiten und dennoch kann es wie ich aus eigenen und mütterlichen Erfahrungen festgestellt habe einen sehr guten Zusammenhalt von Schulfreunden geben über alle Bedenken und Zeiten hinaus.
      Das Plakat hat auf fehlende Kommunikation in der Schule aufmerksam gemacht!
      Der Himmel ist blau,
      das Wetter ist schön -
      Herr Lehrer wir wollen spazieren gehn (bei uns an der Wandtafel früher).
      LG Kelly

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