18.07.17

Kohlweißling

Der Schmetterling                         

Sie war ein Blümlein hübsch und fein,
hell aufgeblüht im Sonnenschein.
Er war ein junger Schmetterling,
der selig an der Blume hing.

Oft kam ein Bienlein mit Gebrumm
und nascht und säuselt da herum.
Oft kroch ein Käfer kribbelkrab
am hübschen Blümlein auf und ab.

Ach Gott, wie das dem Schmetterling
so schmerzlich durch die Seele ging.
Doch was am meisten ihn entsetzt,
das Allerschlimmste kam zuletzt
ein alter Esel fraß die ganze
von ihm so heiß geliebte Pflanze.
Wilhelm Busch

Endlich ist es warm genug um Schmetterlinge im Garten flattern zu sehen...

Als Kind wollte ich sie fangen, nein - du machst das hübsche Schmetterlingskleid kaputt und dann können sie nicht heiraten, kam die Mahnung.
Zart und zerbrechlich wirken sie, nur mit Abstand begegne ich ihnen noch heute.
Die tiefe Symbolik ist offensichtlich!

Kommentare:

  1. Moin liebe Kelly,
    das ist ein schönes Gedicht :-). Hier in der Stadt sieht man nicht viele Schmetterlinge.
    LG Helga

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    1. Im ländlichen Raum ist der Mensch der Natur näher, mitunter als Landwirt abhängig.
      Hab heute einen erträglichen Tag, ich hab die Jacke hier noch nötig.
      LG Kelly

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  2. Hey, liebe Kelly, der liebe Busch ist heut auch hier - das Gedicht ist schön :).
    Bei uns soll es diese Woche sehr warm mit gewittriger Schwüle werden. Bei euch im
    Norden wirds nun auch sommerlicher... pass da mal gut auf, dass du dir nicht wieder einen Sonnenbrand einheimst ;).
    LG Gerda

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    1. Von einem Sonnenbrand bin ich weit entfernt, im September soll es noch einmal sommerlich werden.
      Etwas Gartenarbeit ist heute angesagt und am Nachmittag schaue ich mir die Tour an, also sportlich wird es.
      LG Kelly

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  3. Ja, auch die Natur kann grausam sein. Armer Schmetterling. Hoffentlich hat er ein neues Blümlein gefunden, dem er seine ganze Liebe schenken konnte.

    Danke für das schöne Gedicht, liebe Kelly. Ach ja, warum gibt es nicht mehr Menschen mit einem "buschigen Herzen"? Schaaade.

    Schön auch, dass man in deiner Kindheit schon auf das Zerbrechliche aufmerksam gemacht hat. Auch ich wurde so erzogen und bin dankbar dafür.

    Hab eben im Garten auch mehrere Schmetterlinge, Bienen und winzig kleine Flugobjekte herumfliegen sehen. Hauptsache, es lebt.

    Ein lieber Abendgruß zu dir
    Andrea

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    1. Moin Andrea,
      ich bin gestern zu all den Kribbelkrabbeltierchen hin, irgendein Verantwortlicher hier von der Stadtverwaltung hat ein Herz für die Natur.
      Die Naturschützer sind hier sehr engagiert!
      Fein nun wieder was von einem *erfrischten Morgentau* zu lesen, beruhigend! LG!

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  4. Hallo Kelly, den Wilhelm mag ich auch sosehr!
    Sind die Kohlweißlinge Deine Lieblinge? Lieber als die Anderen meine ich?
    LG lykka

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    1. Den *Busch* konnte ich antiquarisch fast als Gesamtwerk erwerben und hab dann erst das ganze Schaffen des Herrn begriffen ;).
      Die weißen Flügelwesen sind lediglich häufiger und auffälliger, gestern ist ein schöner Schmetterling entwischt und nun kenne ich nicht einmal den Namen...
      LG Kelly

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